Unser Wald

Langenautal
Der Wald im Amtsgebiet, das sind die Landkreise Hof und Wunsiedel, steht auf einer Vielzahl verschiedener Standorte in sieben verschiedenen Wuchsbezirken und umfasst Höhenlagen zwischen 400 Meter an der Saale im Norden und 1051 Meter am Schneeberg im hohen Fichtelgebirge.

Unsere Wälder und Baumarten

  • Im Frankenwald und dem Fichtelgebirge ist die Fichte die absolut dominierende Baumart. Die Buche ist vor allem in den hier vorherrschenden Wäldern des Freistaates Bayern mit nennenswerten Anteilen am Waldaufbau beteiligt.
  • Der Wald im Münchberger Sattel ist überwiegend in Privatbesitz mit dominierender Fichte. Wegen der guten Nährstoffausstattung der Böden nehmen die Anteile an Edellaubhölzern, vor allem Bergahorn, zu.
  • Vor allem im eher kontinental geprägten Wuchsbezirk Selb-Wunsiedler Bucht kommt die Kiefer mit erheblichen Anteilen zur Fichte dazu. Hier haben auch Birken und Lärchen nennenswerte Anteile in älteren Wäldern. Eine Besonderheit ist die Selber Höhenkiefer mit ihrer auffallend schlanken Krone.
  • Im Bayerischen Vogtland lösen sich die vorherrschenden Fichtenwälder zunehmend auf. Ursachen sind geringe Sommerniederschläge und ein hoher Anteil an wechselfeuchten Böden in Verbindung mit den Auswirkungen des Klimawandels. Hier wird vor allem in den wärmeren Regionen unter 500 Meter Höhe die Eiche eine zunehmend wichtige Rolle am Waldaufbau spielen.
  • Im Südosten gehören noch Teile des Mitterteicher Basaltgebietes mit nährstoffreichen Böden und etwas höheren Anteilen an Edellaubholz sowie das Waldsassener Schiefergebiet mit eher nährstoffarmen Böden und hohen Anteilen von Fichten und Kiefern zum Amtsbereich.
Ausblick und Tendenzen:
Die zur Zeit fast überall dominierende Fichte braucht mehr stabilisierende Begleiter, um auch in der Zukunft ihre Rolle als Brotbaum spielen zu können. Dabei spielen die Folgen des Klimawandels und die damit steigenden Risiken durch Borkenkäferbefall und Sturmschäden eine entscheidende Rolle.
In der kommenden Waldgeneration wird die Fichte weiter dominieren, jedoch wird es deutlich höhere Anteile an wertvollen Mischbaumarten geben. In jungen Wäldern finden wir zunehmend Eichen, Buchen, Tannen und Bergahorne. Diese Baumarten werden von staatlichen, kommunalen und privaten Waldbesitzer zunehmen gepflanzt, verjüngen sich jedoch auch natürlich.
Die bis ins 18. Jahrhundert in allen Wuchsbezirken in hohen Anteilen vorhandene - im Frankenwald und auch im Fichtelgebirge sogar ehemals vorherrschende - Weißtanne ist bis auf wenige Reste fast verschwunden. Sie wird nun wieder vermehrt angebaut und entwickelt sich nach der drastischen Reduktion der Schwefelgehalte in der Luft erfreulich gut.
Die Pionierbaumarten Birke und Vogelbeere haben sich auf den zahlreichen Katastrophenflächen natürlich verjüngt und sind als ökologische Anreicherung und stabilisierende Elemente in den Nadelwäldern herzlich willkommen. Die Nadelhölzer Lärche und Douglasie sind bisher in sehr geringen Anteilen beigemischt, werden jedoch an Bedeutung gewinnen. Die Kiefer verjüngt sich natürlich auf gut belichteten Waldböden und soll weiterhin eine wichtige Rolle als stabilisierende Mischbaumart spielen.


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